Preisträger 2011

Theresia Asmus

unterstützt seit Jahrzehnten als ehrenamtliche Leiterin der Caritasgruppe in Lampertheim behinderte, kranke, asylsuchende und notleidende Menschen. Zusammen mit anderen Engagierten organisiert sie Begegnungen zwischen psychisch Kranken und Mitgliedern der Lampertheimer Pfarrgemeinde Maria Verkündigung. Mit dem Preisgeld sollen Fahrten des Gemeindepsychiatrischen Zentrums in Lampertheim ermöglicht werden, Kleidung angeschafft werden und notleidene Menschen unterstützt werden.

 
Preisträger 2011

Judith König

ist seit 1993 in der Leitung der Pfarrcaritas von Maria Hilf in Mainz-Kostheim engagiert. Sie ist "Motor" für viele soziale Initiativen in der Pfarrei und im Pfarreienverbund Mainz-AKK( Amöneburg, Kastel, Kostheim). So organisiert sie beispielsweise seit 1997 Weihnachtsfeiern für Alleinstehende im Gemeindezentrum St. Elisbeth ( Kastel), die jedes Jahr 40 bis 50 Menschen aus ganz AKK anzieht. Zusammen mit anderen Frauen richtete sie 2004 dort den "Babykorb"  ein. Einmal im Monat können sich Eltern hier mit Kleidung für Babys und Kleinkinder versorgen. Bereits 2001 rief Judith König ein Sorgentelefon ins Leben, um Menschen in ihrer Nachbarschaft einen niederschwelligen Kontakt zu ermöglichen. "Manche menschen haben Sorgen, weil Angehörige krank oder pflegebedürftig sind, andere sind einsam und suchen jemanden, der ihnen zuhört," sagt König.

 
Preisträger 2011

Pastoralteam Pfarrgemeinde Liebfrauen

Für die Menschen im Stadtteil immer ansprechbar ist auch das Pastoralteam der Pfarrgemeinde Liebfrauen in der Mainzer Neustadt, das ebenfalls mit dem Kettelerpreis ausgezeichnet wurde. Um Kinder und Jugendliche im Stadtteil besser zu fördern, hat das Team  in den vergangenen Jahren zahlreiche Angebote ins Leben gerufen. So können Kita-Kinder einmal in der Woche unter Anleitung musizieren. Für die Größeren gibt es einen kostenlosen Hausaufgabentreff und ein offenes Angebot zum Gitarre spielen. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Friedrich-Röper-Stiftung muss etwa bei den Sommerfreizeiten oder Kinderbibelwochen im Herbst kein Kind oder Jugendlicher außen vor bleiben. In dem Pfarrgebiet leben viele Menschen aus einkommensschwachen Familien.

 
 

Projekte

Beim "Tag der Caritas" wurden die Preise des diesjährigen Ketteler-Wettbewerb verliehen!

Der Kettelerpreis geht in diesem Jahr an Theresia Asmus aus Lampertheim, Judith König aus Mainz-Kostheim und das Pastoralteam der Pfarrgemeinde Liebfrauen in der Mainzer Neustadt.

Preisträger des Kettelerpreises 2011 

Im Jahr des 200. Geburtstages von Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler zeichneten die Kettelerstiftung und der Caritasverband für die Diözese Mainz e.V. Initiativen und Persönlichkeiten aus, die " in unserer Zeit die diakonischen Dimension der Kirche in besonders eindrücklicher Weise im Sinne von Bischof Ketteler leben", sagte Thomas Karst, Vorstandsvorsitzender der Ketteler-Stiftung, bei der Preisverleihung im Erbacher Hof Mainz. 

Wichtige Kriterien für die Verleihung des mit je 3000 Euro dotierten Preises waren die Sensibilität für die sozialen Herausforderungen, die Nachhaltigkiet des Engagements sowie die Schaffung von Strukturen, die diese Nachhaltigkeit sicherstellen. Karst verglich das Engagement der Preisträger mit dem Werfen vieler Steine ins Wasser, die wiederum viele Kreise ziehen. "
Wir wollten besonders jene finden, die trotz eines immensen Einsatzes nicht im Rampenlicht stehen, jene die selbstlos für andere mitdenken und handeln."

Diskussionsrunde fordert mehr Einsatz für Gerechtigkeit

Mit den Herausforderungen der sozialen Frage heute beschäftigte sich eine Gesprächsrunde, an der unter anderen Sozialministerin Malu Dreyer und ZDF-Intendant Markus Schächter teil-nahmen. Schächter hob hervor, dass in der heutigen Mediengesellschaft „Kommunikatoren mit starker Geste und starken Worten“ soziale Themen öffentlich machen müssten. Die Caritas ermutigte er, soziale Verwerfungen noch offensiver auf den Punkt zu bringen und sich stärker einzumischen.

Diskussionsrunde beim Tag der Caritas

 Malu Dreyer warb um Mitgestaltung der politischen Rahmenbedingun-gen, um benachteiligten Menschen zu einer Stimme in Gesellschaft und Politik zu verhelfen. Der Mainzer Sozialethiker Gerhard Kruip forderte Gerechtigkeit global zu denken. „Gerechtig-keit ist unteilbar.“ Um die Fragen weltweiter Armut und des Hungers zu lösen, müssten die in-ternationalen Bemühungen um Bildungsgerechtigkeit intensiviert werden, so Kruip. Professor Aloys Buch, Leiter des Stiftungswesens der C&A-Firmengruppe, rief Unternehmen dazu auf, noch mehr für ihr soziales Profil zu tun. Investitionen ins Gemeinwohl zahlten sich aus, so Buch, denn kein Unternehmen könne dauerhaft in einer Gesellschaft wirtschaften, in der so-ziale Kälte herrsche. Weihbischof Guballa betonte, dass sich in vielen Pfarrgemeinden Ehren-amtliche sozial engagieren. „In der Fläche haben wir einen unglaublichen Reichtum.“ Aber es müsse auch Neues wachsen, um den Herausforderungen vor Ort gerecht zu werden.


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