Der Stiftungsvorstand führt die Geschäfte der Stiftung und hat den Willen der Stifter so wirksam wie möglich zu erfüllen. Der Stiftungsvorstand besteht aus dem

Vorstandsvorsitzenden Thomas Karst, dem Geschäftsführer Wilhelm Schulze und dem stellv. Vorsitzenden Wilfried Mönch.

Die Stiftung wird geleitet und beaufsichtigt durch ein eigenes Kuratorium, dem Persönlichkeiten angehören, die durch ihre Kompetenz ein hohes Maß an Vertrauen und Sicherheit in die Aktivitäten der Stiftung garantieren.
Weihbischof Dr. Ulrich Neymeyr
Vorsitzender des Kuratoriums
Satzung der
Wilhelm Emmanuel von Ketteler-Stiftung
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Vorreiter und Vorbild
Zur bleibenden Bedeutung von Bischof Emmanuel von Ketteler, von Gerhard Kruip, Professor für Christliche Anthropologie und Sozialethik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz.
Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler kann fraglos als einer der wichtigen Wegbereiter der katholischen Soziallehre gelten. Heute an ihn zu erinnern kann aber auch Impulse freisetzen für eine Reform der Kirche, die in jeder Zeit neu vor der Herausforderung steht, Kirche in der Welt von heute zu sein. Ein Vorbild ist Ketteler nicht zuletzt allen, die das Bischofsamt bekleiden.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler
Die Übung der christlichen Nächstenliebe in Werken geistlicher und leiblicher Barmherzigkeit gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten Pflichten des christlichen Lebens.
Zitat aus dem Hirtenbrief zum Anfang der Fastenzeit 1859
Wilhelm Emmanuel von Ketteler, Bischöfl. Dom-und Diözesanmuseum, Mainz
Fotograf: Alberto Luisa
Die Stiftung trägt den Namen von Wilhelm Emmanuel von Ketteler, von 1850 bis 1877 Bischof von Mainz. Der 1811 in Münster/Westfalen
geborene spätere Begründer der katholischen Soziallehre war als Bischof von Mainz und in seinem öffentlichen politischen Wirken
Anwalt und Fürsprecher der Armen.
1828 legte er das Abitur im Jesuiteninternat des Kollegium Spiritus Sanctus in Brig ab, danach studierte er Rechtswissenschaften
und Staatswissenschaften in Göttigen. Aus Glaubens- und Gewissensgründen quittierte er den Staatsdienst und studierte von
1841 bis 1843 Theologie in München. Am 1. Juli 1844 wurde er in Münster zum Priester geweiht. Schon als Kaplan in Beckum widmete
er sich sozialen Fragen und sein unermüdlicher Einsatz galt der Linderung das durch Armut, Krankheit und mangelnder Ausbildung
hervorgerufen Elends. Bereits 1848 als Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, durch Redebeiträge beim ersten Katholikentag
1848 in Mainz und durch seine Adventspredigten im Mainzer Dom im gleichen Jahr hat er sich als Sozialpolitiker profiliert.
Als Mitbegründer der Katholischen Soziallehre erhielt er den Beinamen "Arbeiterbischof" und hat als Bischof von Mainz eine
Reihe sozialer Einrichtungen gegründet, von denen einige heute noch - zum Teil in der Rechtsform einer Stiftung - bestehen.
Wilhelm Emmanuel von Ketteler wurde am 18. Juli 1877 in der Marienkapelle des Mainzer Doms beigesetzt.
